Demenz

Was ist Demenz?

Eine Demenz ist eine fast immer, aber nicht ausschließlich, im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns (Altersdemenz, senile Demenz), bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt.

Der Betroffene erfährt gravierende Einschränkungen in seinen alltäglichen Aktivitäten, seiner Persönlichkeit (Gefühlsleben), sowie seinen motorischen Abläufen. Weiter ist ein zunehmender Realitätsverlust, Verlust des Zeitgefühls und der eigenen Identität zu verzeichnen. Der Verlauf der Demenz ist schleichend, erste Anzeichen werden oft gar nicht als solche erkannt.

Beispiele für Beeinträchtigungen:

  • Schnelles Vergessen
  • Orientierungsstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Fehlen des Gegenwartsbezugs
  • Erkennungs- und Benennungsstörungen
  • Handlungs- und Sprachstörungen
  • Unsicherheit und Ängste (bis hin zur Existenzangst).

Demenz kann viele Ursachen und Formen haben, die wohl bekannteste Form der Demenz ist die nach Alois Alzheimer benannte Alzheimerkrankheit. Heute sind verschiedene, aber nicht alle Ursachen von Demenzen geklärt, und einige Formen können in einem gewissen Umfang behandelt werden.

Was tun wir?

  • Von Spezialisten empfohlen ist die Seniorenbetreuung zu Hause
  • Durch Fort- und Weiterbildungen werden unserer Mitarbeiter zum Thema Demenz und zum Umgang mit Demenzkranken geschult und lassen die gewonnenen Kenntnisse in den Tagesablauf, in die Strukturierung und in unser Angebot der sozialen Betreuung (Beschäftigungsangebote) einfließen.
     
  • Demente haben oft einen erhöhten Bewegungsdrang. Wir ermöglichen es ihnen, diesen innerhalb und nach Möglichkeit außerhalb des Hauses so weit es geht auszuleben.
     
  • Integration in tägliche Arbeitsabläufe (im Büro, bei Besprechungen, bei hausmeisterischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten etc.)
     
  • Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit ist die Berücksichtigung des teilweise noch vorhandenen Langzeitgedächtnisses von enormer Bedeutung, weshalb wir großen Wert auf Biographiearbeit (in Zusammenarbeit mit Angehörigen) legen, dass heißt, wir möchten soviel wie möglich Informationen vom Leben des Demenzkranken (schulischer, beruflicher und persönlicher Werdegang, Interessen, Vorlieben, Abneigungen, Schlüsselerlebnisse etc.) erfahren und dieses Wissen in den täglichen Umgang mit ihm und in den Heimtagesablauf einfließen lassen.

Beschäftigung / Biographie

Beschäftigt zu sein bedeutet, auf eine persönlich bedeutsame Weise und entsprechend den Fähigkeiten und Kräften der einzelnen Person in den Lebensprozess einbezogen zu sein. Das Gegenteil ist ein Zustand der Langeweile, Apathie und Nichtigkeit. Die Wurzeln der Beschäftigung liegen in der Kindheit, wenn das Kind das Gefühl für Wirkung und Handlung entwickelt. Je mehr über die Vergangenheit einer Person und vor allem über ihre Quellen tiefster Befriedigung bekannt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass für den Einzelnen passende Lösungen, d.h. Beschäftigungsfelder gefunden werden.